Das Projekt

ukuqala – ist Xhosa, eine der elf offiziellen Sprachen Südafrikas und heisst Anfang

Diesen haben Dipl. Ing. Leslie Koch und Dipl. Ing. Ulrike Perlmann 2010 mit ihrer Diplomarbeit vorbereitet. Studentischer Selbstbau mit Verwendung traditioneller, natürlicher sowie recycelter Materialien war das Thema. Mit viel Motivation und Optimismus war von Anfang an ein hohes Ziel gesteckt worden: sie wollten helfen und etwas dabei lernen. Bis dato war der praktische Teil in der Ausbildung zum Architekten etwas zu kurz gekommen, das galt es zu ändern! Nach Abschluss der Diplomarbeit war der Anfang getan, ‚ukuqala‘ war ins Leben gerufen worden und es fanden sich auch sofort viele interessierte Studenten die das Projekt unterstützen wollten. Als Seminarteilnehmer sind sie im Februar 2011 nach Südafrika gereist, um die Organisation Thembalitsha in Grabouw bei Kapstadt tatkräftig zu unterstützen.

Thembalistsha ist eine südafrikanische Nichtregierungsorganisation und hilft Kindern, die von HIV direkt oder indirekt betroffen sind. Laut der Weltgesundheitsorganisation leben an die zwei Millionen Aidswaisen in Südafrika. Seit 2001 stieg die Zahl um 30 Prozent. Im organisationseigenen „Village of Hope“ werden Aidswaisen und HIV- infizierte Kinder aufgenommen. Dort bekommen sie, was in ihrer Situation am wichtigsten ist: Hoffnung. Hoffnung auf eine unbeschwerte Kindheit und ein möglichst langes Leben. Doch die Unterkünfte des „Village of Hope“ sind maßlos überfüllt. Die Studenten der Universität Stuttgart haben durch ihren Einsatz die Anlage vergrößert. Mit traditionellen und recycelten Materialien bauten die angehenden Architekten 2011, 2012 und 2013 insgesamt zwei Wohngebäude für freiwillige Helfer, drei Sanitärpavillons, renovierten das alte Kinderhaus und ergänzten es um einen großen Anbau und bauten ein Schattendach in einem Kindergarten im Township.

 

build together, learn together

Wir arbeiten seit 2011 mit einem Wiedereingliederungsprogramm von Langzeitarbeitslosen (CWP) zusammen. Über den gesamten Zeitraum des Projektes sind 5-10 Arbeiter dieses Programmes Teil unseres Teams und können in die verschiedenen Bereiche der Baustelle Einblick bekommen. Die Arbeiter dieses Programmes kämpfen meist mit Problemen, wie Alkohol-oder Drogensucht und versuchen ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Die geregelte Arbeitszeit im Team soll sie dabei unterstützen. Am Ende jedes Projektes bekommen sie von uns ein Zertifikat ausgestellt.
Zusätzlich arbeiten wir- je nach Bedarf- mit einigen lokalen Experten, wie Elektriker oder Bauingenieur sowie Hilfsarbeiter aus der Umgebung zusammen.

Die Arbeit im Team ist bei diesem Projekt sehr wichtig. Jeder profitiert vom Wissen der Anderen- ein gegenseitiges Lehren und Lernen ist das Ziel!

 

Kosten

Die entstandenen Gebäude hatten jeweils einen Kostenrahmen von 30.000-40.000€. Durch zusätzliche Materialspenden konnte die Qualität im Innenausbau erheblich angehoben werden